Electro meets Punk meets Sister Love.
Dass Sister Love der Vergleich mit Moloko, Peaches, den Yeah Yeah Yeahs und
Portishead in gleichen Maßen um die Ohren gelabert wird, obwohl diese untereinander
wenig verbindet, lässt die Hoffnung aufblühen, dass hier etwas Neues passiert.
Wurzelt Sister Love unverkennbar im Independent, ist es ihnen doch gelungen, Songs zu
schreiben, die sich auch ohne langes Zieren und Sträuben ins Ohr hineinwurmen.
Athmosphärisch dichte, energiegeladene Musik, Texte mit Humor und Ironie, die auch in
melancholischen Momenten einfach treffen, ohne betroffen zu sein, und eine Stimme, die
schon so manchen in seine eigene Faust hat beißen lassen.
Mag diese Musik das ausgefuchste Werk bescheidener Genies sein, so ist sie in der
Aufführung darauf ausgelegt, das Publikum nicht nur in Erstaunen, sondern auch in
freudigen Bewegungsdrang und hingebungsvolle Euphorie zu versetzten.
Dies gelingt oft.
Tanja Keilen-voc
Christoph Koterzina-voc, git
Johan Fink-drums
Jonas Bareiter-bass, moog